Dienstag, 22. Oktober 2013

Längengrad 180 und der Klabautermann

heute haben wir den Längengrad, der die Erde in West und Ost teilt überquert. Wir sind wieder auf der Ostseite dieser Welt und somit quasi auf der Rückreise. Zur Zeit ist allerdings nur blaues, bewegtes Wasser um uns herum. Es ist nicht mehr so warm, besonders nachts, und wir segeln hinaus aus den Tropen und hinein in den neuseeländischen Frühling. Der ist, wie in Hamburg auch, oft ganz schön frisch.
Wir sind unterwegs mit Stormvogel und der Maunie, wobei die beiden "Rennyachten" schon wieder 20 Meilen voraus sind. Wir "machen den Lumpensammler" und sammeln alle verlorenen Teile ein. .... Nein im Ernst! Es ist den beiden richtig unheimlich. Erst reißt die Windsteueranlage bei dem einen ab, dann kommt fast der Mast runter und in der nächsten Nacht auf See verliert der andere sein Ruder von der Windsteueranlage. Wir haben diese Schrecken auf der Osterinsel hinter uns gelassen.
In Tonga scheiden sich die Geister: geht man besser nach Fiji und dann nach Australien oder mutet man sich den Ritt nach Neuseeland zu. Einige Familien suchen sich einen Co-Skipper und lassen Frau und Kinder nach Auckland fliegen, weil der Trip wirklich hart ist. Die ersten Tage auf See waren auch an Bord der ANICO eine große Herausforderung für Körper, Geist und Seele. Noch 599 Seemeilen bis zu den Kiwis.

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