Montag, 9. Mai 2011

Salvador de Bahia, Terminal Nautico

mit der letzten ablaufenden Tide haben wir Freitag Mittag den Aratú Iate Clube verlassen, um das Wochenende auf Itaparica zu verbringen. Am Sonntag Morgen haben wir dort wieder den Anker aufgeholt und sind zurück nach Salvador gesegelt, um am Montag früh in der Stadt sein zu können.
Michael hat seit Wochen Schmerzen in der Schulter und letzte Woche waren wir beim Arzt. Heute ist Röntgen und Kernspin dran, dann kann der Orthopäde behandeln.
An Michaels Geburtstag  - Das war ein Tag ! - als ich ihm sein Frühstück bereiten wollte, musste ich ihn erstmal fragen, warum er alle Tüten im Gewürzschrank aufgerissen hat. Michael protestierte laut und bestimmt, dass er keine Ahnung hat wovon ich spreche.  Wir stellten fest: Wir haben einen Nager an Bord! Der Albtraum für alle Schiffe und deren Besatzung.
Mit Pfefferspray hat Michael erfolgreich den Nager (Ratte oder Maus?) nach draussen jagen können. Wir haben alle Öffnungen nach drinnen verstopft, damit der Nager nicht wieder ins Schiff gelangt. Aber wo war er geblieben? Wir liegen in Aratú an der Boje. Entweder er ist an Deck oder im Wasser. Letzteres eher unwahrscheinlich. Als Michael das Beiboot anschließen will, huscht auf der Badeplattform ein Schatten ins Beiboot und versteckt sich im Gestänge des Außenborders. Im Schein der Taschenlampe sehen uns zwei niedliche Knopfaugen an. Och nöö.... Kein Mitleid, das Tier ist Keimträger und hochgefährlich! Mit Wasser rückt Michael ihr zu Leibe und versucht sie vom Beiboot zu spülen, was vermeintlich gelingt, denn die Ratte ist verschwunden. In der Nacht hören wir nichts. Am Morgen danach sehen wir, sie hat den Mülleimer entdeckt.
Auf Itaparica fanden wir diverse Mittel und haben Fallen, Giftkörner und Klebeplatten gekauft.  Michael hat die Fallen mit Speck, einen Tupfer Schmelzkäse und Zuckerhut garniert und die Klebeplatten ausgelegt. Die Giftkörner wollten wir erst streuen, wenn nichts mehr hilft. Auf Schiffen ist Gift keine Lösung, da sich die Ratte nach der Einnahme irgendwo an unzugänglicher Stelle verkriecht, dort verendet und verwest.
In der Nacht darauf haben wir nichts gehört und wollten, wegen der Enttäuschung,  nicht in die präparierten Schränke sehen. Doch Gott sei Dank  konnten wir uns nach 6 Tagen - von denen wir wissen - von der Plage befreien und der Ratte eine Seebestattung zuteil werden lassen.

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