Donnerstag, 2. Mai 2013

Iles Gambier, Mangareva, Rikitea

Segelreparatur auf hoher See

heftige Schauer unterwegs
nach 14 Tagen erreichen wir am 11.04.13 Französisch Polynesien. Die letzten beiden Tage haben wir in Rauschefahrt zurückgelegt und damit einen Teil der Tage mit sehr wenig Wind wieder aufholen können.Bei ruhiger Fahrt konnten wir die Naht des Gennakers reparieren, und größeren Schaden am Segel verhindern.
ruhiger, sicherer Ankerplatz vor Rikitea
Wir ankern möglichst dicht an einem der Stege, da wir an Land rudern müssen. Allerdings verlegen wir noch 2 mal, da wir an der engsten Stelle liegen und recht nah an den Korallen vorbei schwojen. Als erstes kommt Mario zu uns und stellt sich vor. Er ist mit seiner Frau Esther und Tochter Laura mit dem Katamaran unterwegs und liegt hier schon seit August 2012. Dann folgt Bernard, der hier seit 11 Jahren segelt und erzählt uns, dass wir doch zu Fritz kommen mögen. Er hat unsere Fahne gesehen und würde so gern mal wieder deutsch sprechen.
Fritz ist ehemaliger Fremdenlegionär und hat vor 40 Jahren seine Frau hier kennengelernt, die allerdings vor 13 Jahren, bei der Geburt der jüngsten Tochter verstorben ist. Seitdem ist er allein und auch etwas einsam. Seine besten Freunde sind Bier und deutsche Musik.

Deshalb begrüßt er es sehr, wenn die Segler in dem türkisfarbenen Haus, ganz rechts in der Bucht vor Rikitea, vorbeischauen.
Pampelmusen XXL, liegts an den Atomtests in der Nähe?


Hier bekommen sie Wasser und Dusche gratis, können die Waschmaschine gegen Gebühr nutzen, Internetkarten kaufen und eisgekühltes Bier trinken. Auch gibt es, wie fast überall auf den Inseln, Früchte im Überfluss, die von den Besitzern meist an die Segler verschenkt werden. Nur fragen sollte man freundlicherweise vorher! Außerdem ist Fritz der Stützpunktleiter des Trans-Ocean Clubs in Gambier und wir hatten sowieso vor bei ihm vorbeizuschauen.
Nach ein paar Tagen fragt uns Fritz, ob wir auf sein Haus aufpassen und es tagsüber für die Segler geöffnet halten. Er muss zu Untersuchungen nach Tahiti fliegen und ist 14 Tage weg. Gern sind wir bereit dazu. So können wir einen Teil von dem zurückgeben, was wir auf der Osterinsel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren haben.
10.000 EUR wert
Bernard, Regina und Dominique der Perlfarmbesitzer

Bevor Fritz abfliegt, besuche ich mit Bernard und Catherine noch die Perlenfarm von Dominique Devaux, auf der anderen Seite der Insel Mangareva. 

Michael hat inzwischen den Außenborder zerlegt und den Fehler im System gefunden! Ein winzig kleines Teil ist zerbrochen und der handwerklich geschickte Skipper hat sich ein neues Teil angefertigt. Nun schnurrt der Motor wieder und wir brauchen nicht mehr zu rudern. Paradiesische Zustände stellen sich ein.

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