Freitag, 12. Juni 2015
Montag, 1. Juni 2015
Fiji, Vanua Levu, Savusavu
Die Fahrt von Minerva nach Fiji war furchtbar rollig. Das Schiff wankte von einer Seite zur anderen, sodass wir manchmal aus der Koje gefallen sind.
Von Montag Vormittag bis Donnerstag Abend kaum Schlaf, Kopfschmerz und Unwohlsein. Wirklich nicht das was man sich von einer Südseefahrt erträumt. Aber wir haben in etwa geahnt was auf uns zukommt.
Nur mit Schäden hatten wir nicht gerechnet.
Ein Vorsegel mussten wir in Minerva abschlagen, da sich eine Naht am Achterliek davon gemacht hat und der angenähte Streifen in der Luft umherflatterte. In der letzten Nacht vor Fiji hat es dann
die Spinakerbaumschiene am Mast abgerissen. Die Popnieten im belasteten unteren Viertel sind abgeschert und der untere Teil der Schiene ist weggebrochen. Damit hing der Spibaum in der Luft und nicht mehr am Mast.
Notbefestigung in der Nacht bei rolligen 6-7kn Fahrt. Da kommt Freude auf und hält den Skipper fit.
Die Tage haben sich endlos hingezogen - gefühlt - und dennoch waren wir ziemlich schnell unterwegs.
Leider hat es nicht gereicht noch am Donnerstag während der "Sprechzeiten" der Behörden in Savusavu anzukommen, um die nötige Einklarierungsprozedur durchzuziehen. Wir mußten also auf die Bremse treten und sind die letzten Stunden nur mit kleiner Segelfläche gefahren.
Die Offiziellen arbeiten bis 16:30h. Danach kostet es Überstundengebühren, die teilweise doppelt so hoch sind, wie zu den Sprechzeiten. Nach 18:00h ist es dunkel und man kann ankern oder an eine freie Mooring gehen, um am nächsten Morgen bei normaler Gebühr einzuklarieren.
Na das haben wir doch gemacht! Genau wie 3 andere Boote, die mit uns aus Minerva angekommen sind.
Das Prozedere hier in Savusavu war genauso entspannt, wie uns von anderen Seglern berichtet wurde. Kein großes Gestöber in den Schränken nach "verbotener" Ware oder ähnliches. Nur freundliche Fragen wieviel Alkohol an Bord ist und was an frischem Gemüse, Obst und Fleisch da ist. Weggenommen wurde uns nichts, nur der Hinweis, die mitgebrachte Ware bitte an Bord zu verzehren und eventuellen organischen Müll von Mitgebrachtem nicht in Savusavu zu entsorgen, sondern in Suva oder ausserhalb der Fijigewässer. OK, damit können wir gut leben.
Die Gebühren sind bezahlt und jetzt warten wir auf unseren Cruising Permit. Mit dem müssen wir nochmal zum Zoll laufen um einen Costal Permit zu bekommen. Erst dann dürfen wir die Copra Shed Marina verlassen und auf Entdeckungsreise gehen.
In der Zwischenzeit erkunden wir das Städtchen. Der Wochenmarkt ist frisch und günstig, die Supermärkte auf jeden Fall günstiger als Neuseeland, bis auf Käse. Essen gehen ist ebenfalls preiswert. Das Essen beim Inder war lecker und hat für uns beide nur 17,50 Fiji $ gekostet (etwa EUR 7,66). In der Marina und anderswo ist es auch teurer, etwa 20 - 25 F$ pP (8 - 11 EUR) Da kann die Küche auch mal kalt bleiben, was bei den hiesigen Temperaturen ganz angenehm ist.
Heute 30°C bei hautfreundlicher Luftfeuchte von 80%.
Von Montag Vormittag bis Donnerstag Abend kaum Schlaf, Kopfschmerz und Unwohlsein. Wirklich nicht das was man sich von einer Südseefahrt erträumt. Aber wir haben in etwa geahnt was auf uns zukommt.
Nur mit Schäden hatten wir nicht gerechnet.
Ein Vorsegel mussten wir in Minerva abschlagen, da sich eine Naht am Achterliek davon gemacht hat und der angenähte Streifen in der Luft umherflatterte. In der letzten Nacht vor Fiji hat es dann
die Spinakerbaumschiene am Mast abgerissen. Die Popnieten im belasteten unteren Viertel sind abgeschert und der untere Teil der Schiene ist weggebrochen. Damit hing der Spibaum in der Luft und nicht mehr am Mast.
Notbefestigung in der Nacht bei rolligen 6-7kn Fahrt. Da kommt Freude auf und hält den Skipper fit.
Die Tage haben sich endlos hingezogen - gefühlt - und dennoch waren wir ziemlich schnell unterwegs.
Leider hat es nicht gereicht noch am Donnerstag während der "Sprechzeiten" der Behörden in Savusavu anzukommen, um die nötige Einklarierungsprozedur durchzuziehen. Wir mußten also auf die Bremse treten und sind die letzten Stunden nur mit kleiner Segelfläche gefahren.
Die Offiziellen arbeiten bis 16:30h. Danach kostet es Überstundengebühren, die teilweise doppelt so hoch sind, wie zu den Sprechzeiten. Nach 18:00h ist es dunkel und man kann ankern oder an eine freie Mooring gehen, um am nächsten Morgen bei normaler Gebühr einzuklarieren.
Na das haben wir doch gemacht! Genau wie 3 andere Boote, die mit uns aus Minerva angekommen sind.
Das Prozedere hier in Savusavu war genauso entspannt, wie uns von anderen Seglern berichtet wurde. Kein großes Gestöber in den Schränken nach "verbotener" Ware oder ähnliches. Nur freundliche Fragen wieviel Alkohol an Bord ist und was an frischem Gemüse, Obst und Fleisch da ist. Weggenommen wurde uns nichts, nur der Hinweis, die mitgebrachte Ware bitte an Bord zu verzehren und eventuellen organischen Müll von Mitgebrachtem nicht in Savusavu zu entsorgen, sondern in Suva oder ausserhalb der Fijigewässer. OK, damit können wir gut leben.
Die Gebühren sind bezahlt und jetzt warten wir auf unseren Cruising Permit. Mit dem müssen wir nochmal zum Zoll laufen um einen Costal Permit zu bekommen. Erst dann dürfen wir die Copra Shed Marina verlassen und auf Entdeckungsreise gehen.
In der Zwischenzeit erkunden wir das Städtchen. Der Wochenmarkt ist frisch und günstig, die Supermärkte auf jeden Fall günstiger als Neuseeland, bis auf Käse. Essen gehen ist ebenfalls preiswert. Das Essen beim Inder war lecker und hat für uns beide nur 17,50 Fiji $ gekostet (etwa EUR 7,66). In der Marina und anderswo ist es auch teurer, etwa 20 - 25 F$ pP (8 - 11 EUR) Da kann die Küche auch mal kalt bleiben, was bei den hiesigen Temperaturen ganz angenehm ist.
Heute 30°C bei hautfreundlicher Luftfeuchte von 80%.
| Copra Shed Marina |
| SavuSavu |
![]() |
| Hot Springs |
![]() |
| Busbahnhof SavuSavu |
| Kochen ...... |
| oder kochen und Wäsche waschen, in den Hot Springs kein Problem |
Montag, 25. Mai 2015
Neuseeland nach Fiji - die erste Woche auf See
In Whangarei wird es nass und kühl, wenn die Sonne nicht scheint. Der Winter ist im Anmarsch. Viele Boote haben den Weg in die Tropen bereits angetreten. Am 15. Mai starten wir durch. Ausklarieren in Marsden Cove Marina, Diesel füllen und vor Einbruch der Dunkelheit ein letztes Mal den Hatea River hinunter und hinaus in eine kalte, pechschwarze, mondlose Nacht. Die ersten beiden Nächte und Tage haben wir noch reichlich Wind. Die angesagten 5-7 Bft aus W, später SW und S mit Wellen bis 6m steckt Anico locker weg. Die Crew hat allerdings so ihre Schwierigkeiten und muss sich ernsthaft mit Seekrankheit auseinandersetzen. Es ist wirklich anstrengend, einen Rhythmus zu finden. Aber wir wußten in etwa, was auf uns zukommt. Wir mussten mit dem stärkeren Wind raus, um es bis ins Minerva Riff ohne Gegenwind zu schaffen. Das sind immerhin schon 2/3 der Strecke und die einzige Möglichkeit einen Stopp einzulegen.
Erst ab dem dritten Tag lassen Wind und Welle, wie vorhergesagt, nach und - wunderbar - es wird wärmer. Besonders angenehm ist der Temperaturanstieg bei der Nachtwache. Fleece kann Ende der Woche wohl wieder verstaut werden.

Freitag Vormittag sind wir ins Nord-Minerva-Reef eingelaufen. Etappenziel erreicht! Hier warten wir bis Montag den durchziehenden Nordwind ab. Whangarei liegt ca. 800nm hinter uns, Fiji noch etwa 400nm vor uns. Ungefähr 3 Tage bis nach Savusavu in die Copra Shed Marina auf der Insel Vanua Levu.
Aber zunächst genießen wir das Minerva Riff. Mitten im Ozean liegen wir auf 23°37S 178°54W in einem kreisrunden Atoll mit einem Durchmesser von etwa 5-8km. Das Wasser ist glasklar und herrlich warm. Ich konnte nicht widerstehen und war in dieser großen Badewanne kurz vor Sonnenuntergang noch eine Runde schwimmen.
Bei Ebbe kann man auf dem Riff spazieren gehen - mitten im Meer! Es ist schon einzigartig. Wunderschön, aber auch brandgefährlich, wie ein Wrack hier bezeugt.
Nur ein weiterer Segler liegt hier mit uns. Samstag sehen wir dann nach und nach die Flotte von 15 Seglern aus Richtung Neuseeland durch den Pass einlaufen. Ein toller Anblick.
Erst ab dem dritten Tag lassen Wind und Welle, wie vorhergesagt, nach und - wunderbar - es wird wärmer. Besonders angenehm ist der Temperaturanstieg bei der Nachtwache. Fleece kann Ende der Woche wohl wieder verstaut werden.
Aber zunächst genießen wir das Minerva Riff. Mitten im Ozean liegen wir auf 23°37S 178°54W in einem kreisrunden Atoll mit einem Durchmesser von etwa 5-8km. Das Wasser ist glasklar und herrlich warm. Ich konnte nicht widerstehen und war in dieser großen Badewanne kurz vor Sonnenuntergang noch eine Runde schwimmen.
Bei Ebbe kann man auf dem Riff spazieren gehen - mitten im Meer! Es ist schon einzigartig. Wunderschön, aber auch brandgefährlich, wie ein Wrack hier bezeugt.
Nur ein weiterer Segler liegt hier mit uns. Samstag sehen wir dann nach und nach die Flotte von 15 Seglern aus Richtung Neuseeland durch den Pass einlaufen. Ein toller Anblick.
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