Montag, 25. Februar 2013

Noch 770nm bis zur Osterinsel

Schmetterlingsegeln bei Vollmond
Unwetter auf See




CALL: SY-ANICO
DATE: 25.02.2013
TIME: 00:33
LATITUDE: 25°08.57'S
LONGITUDE: 095°23.02'W
COURSE: 270T
SPEED: 7.6
COMMENT: alles OK an Bord

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Mittwoch, 20. Februar 2013

15.02.2013 Wir verlegen in die Bahia CARVAJAL

zusammen mit Steve und Doug von der Silas Crosby aus Kanada, mit denen wir auf den Cerro Centinela gewandert sind und so manches Bier am Abend tranken, haben wir heute Mittag in die Bahia Carvajal, im Südwesten von Robinson Crusoe verlegt, um vor dem Absprung noch die andere Seite der Insel kennenzulernen.
Die Bucht liegt dicht am Airstrip, an einem steilen, kargen Küstenabschnittt mit ein paar kleinen, weissen Sandstränden. Wir ankern neben Steve in azurblauem Wasser auf sandigem Grund. Unser Gummiboot haben wir noch hinterher geschleppt, um einen kleinen Ausflug zu machen.
Im Wasser, ganz dicht am Boot, und an den Stränden, auf den Felsen, überall tummeln sich Pelzrobben. Wir sind nicht scharf darauf die Bande am Strand zu besuchen, denn das Gebrüll, was die bissfreudigen Männchen hier veranstalten und von den kargen Felswänden wiederhallt, ist ohrenbetäubend. Außerdem ist die Brandung beträchtlich.
Steve war kurz mit dem Kajak unterwegs und lädt uns noch auf einen Drink ein. Über Funk müssen wir die Einladung wenig später leider absagen, denn plötzlich schlägt das Wetter um und der Wind legt mächtig zu. Unser Beiboot muss so schnell wie möglich an Deck und für die Überfahrt verstaut werden. Der Landgang hatte sich somit erledigt.
Als die Sonne hinter den Wolken verschwindet und es auch noch zu regnen anfängt, der Wind pfeift und kräftig an der Ankerkette zuckelt, hört sich das Gebrüll der Tiere an, wie der Vorhof zur Hölle.
In der Dunkelheit wird es noch gruseliger.
Um 00:00h bekommem wir von Silas Crosby die Funkmeldung, dass sie Anker auf gehen und hier verschwinden. Auch wir lichten Anker eine halbe Stunde später und fahren in die pechschwarze Nacht. Die Kartendaten weichen hier über eine Meile von den GPS-Daten ab, sodass wir unter Radar zwischen Robinson Crusoe und der Isla Santa Clara unseren Weg suchen müssen. Nach einer dreiviertel Stunde haben wir den offenen Pazifik erreicht und segeln seitdem Richtung Osterinsel.
Derzeit sind wir 27°39.S 88°12.W

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Dienstag, 5. Februar 2013

Isla Robinson Crusoe / Wanderung zum Mirador Selkirk

CALL: SY-ANICO
DATE: 05.02.2013
TIME: 01:08
LATITUDE: 33°38.50'S
LONGITUDE: 078°48.93'W
COMMENT: Ankern in der Cumberland Bay, alles OK an Bord
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Robinson Crusoe Insel

Gemeldet hat sich der Junge von gestern nicht mehr.
Zwar kommen wir erst mittags los, aber das macht nichts. Drei Stunden steigen wir zum Ausguck auf, um einen Blick auf die Isla Santa Clara im Südwesten der Insel zu werfen.
3 Stunden nur bergauf! Ich kann nicht mehr! Doch der Skipper findet immer wieder den Knopf bei mir und ich steige bergan, bergan, bergan.
Völlig am Ende erreiche ich den Mirador, von dem aus Alexander Selkirk über 4 Jahre lang Ausschau nach einem Schiff gehalten hat. Ein kleiner Aussichtsstand ist dort neu errichtet und eine Holzbank zum Ausruhen. Aber dies ist nicht das Ende des Weges. Es geht noch weiter hinauf, noch steiler. Ob Alex jeden Tag da hinauf gelaufen ist? Na ich weis nicht recht!
Hinter uns kommt ein Gaucho mit seinem Pferd. Er sitzt nicht auf, denn dann hätte das arme Pferd es wirklich schwer. Wir lassen beide passieren und sehen sie erst auf dem Gipfel wieder. Der Gaucho genehmigt sich eine Dose Bier und seinem Pferd eine Verschnaufpause. Danach steigen die beiden auf der anderen Seite des Berges eine Stunde hinab in das Dorf Villagra - gesprochen Viagra.
Wir geniessen den atemberaubenden Ausblick auf die Cumberland Bay, die steilen Berge der Insel und den Ozean. Die Wolken fliegen tief heute, und so ist uns der Blick auf die andere Seite, Richtung Villagra, verwehrt. Schade.